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Friedhöfe als letzte Ruhestätte

Und das soll schon alles gewesen sein?

 

 

Friedhöfe dienen in erster Linie als letzte Ruhestätte für unsere Verstorbenen. Sie haben jedoch noch viele weitere Funktionen. Es lohnt sich, hier etwas genauer hinzusehen.

Selbst bei Eiseskälte im Winter findet man die Spuren im Schnee. Menschen suchen bei Wind und Wetter die Nähe zu ihren Angehörigen, halten einen Moment an der Grabstelle des Verstorbenen inne und erinnern sich an gemeinsame Zeiten. Ein Besuch auf dem Friedhof kann ein Anlass sein, ein paar Schritte vor die Tür zu machen, wieder in Bewegung zu kommen und ein Stück zu gehen. Manche genießen die Stille, andere freuen sich, wenn sich die Gelegenheit bietet, mit jemandem ins Gespräch zu kommen. Ruhebänke laden zum Verweilen ein.

Den Begriff "Friedhof" nur mit dem Tod in Verbindung zu bringen, wäre viel zu kurz gedacht. Friedhöfe sind auch Lebensraum. Viele Tiere, Pflanzen und Insekten haben im Bereich dieser weitläufigen, parkähnlichen Areale ihre Nische gefunden. Auf Friedhöfen mit stattlichen Bäumen fühlen sich zum Beispiel Eichhörnchen und Singvögel wohl. Auch Fledermäuse finden dort häufig einen passenden Unterschlupf.

Die Friedhöfe auch auf lange Sicht zu erhalten, hat also nicht nur moralisch-ethische Hintergründe. Besonders in Städten bieten sie auch einen artenreichen Lebensraum.

§ 2 Absatz 3 der Friedhofssatzung regelt:

Die Friedhöfe erfüllen aufgrund ihrer gärtnerischen Gestaltung auch allgemeine Grünflächenfunktionen. Deshalb hat jeder das Recht, die Friedhöfe als Orte der Ruhe und Besinnung zum Zwecke einer der Würde des Ortes entsprechenden Erholung aufzusuchen.

Diese Aspekte rechtfertigen es daher auch, einen Teil des Unterhaltungsaufwands, der nicht durch Gebühren gedeckt wird, im allgemeinen Teil des städtischen Haushalts zu veranschlagen.

 

 

Wir bitten alle Friedhofsbesucher um gegenseitige Rücksichtsnahme.

Die Regeln für ein rücksichtsvolles Verhalten auf Friedhöfen ergeben sich aus § 6 der Friedhofssatzung der Hansestadt Wipperfürth. Die Satzung wurde zuletzt durch Ratsbeschluss am 14.05.2018 geändert.

Es ist übrigens gestattet, Hunde angeleint mitzuführen. Diese Regelung geht auf einen Bürgerantrag zurück, der in der letzten Satzungsänderung berücksichtigt werden konnte. Darin wird deutlich: Es kann sich durchaus lohnen, sich als Bürger*in mit eigenen Ideen in der Kommunalpolitik einzubringen.

Das Bestattungswesen in Zahlen

Sie interessieren sich für die Entwicklung der Fallzahlen, z. B. wie sich die Zahl der Urnenbestattungen im Vergleich zu den Erdbestattungen mit Sarg entwickelt haben? Hier gelangen Sie zur Übersicht.

Wenn Sie mehr zu den Gebühren für den Erwerb von Nutzungsrechten an Gräbern, die Benutzungsgebühren der Trauerhallen, über Genehmigungsgebühren für die Aufstellung, Veränderung von Grabmalen oder sonstige Gebühren im Zusammenhang mit dem Friedhofswesen wissen möchten, können Sie sich anhand der Gebührensatzung einen Überblick verschaffen.

Sieben an der Zahl

Im Stadtgebiet von Wipperfürth befinden sich folgende städtische Friedhöfe, auf denen noch Bestattungen durchgeführt werden können:

  • Friedhof Wipperfürth Weststraße
  • Friedhof Agathaberg
  • Friedhof Egen
  • Friedhof Klaswipper (Ibach)
  • Friedhof Kreuzberg (Westfalenstraße)
  • Friedhof Thier (Johann-Wilhelm-Roth-Straße)
  • Friedhof Wipperfeld (Dorfstraße)

Darüber hinaus gibt es noch die beiden alten Friedhöfe an der Lüdenscheider Straße und an der Hindenburgstraße. Diese sind jedoch für Bestattungen geschlossen.