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Derzeit in Entwicklung:

Ein aktuelles Friedhofskonzept

 

 

Voraussetzung für die Optimierung der Friedhofsbewirtschaftung ist eine effiziente und nachhaltige Friedhofsentwicklungsplanung, unter Berücksichtigung entsprechender Belegungsstrategien und modifizierter Bestattungsformen, abgestimmt auf die Bedürfnisse der Menschen.

Die Einstellung zur Friedhofskultur und zur traditionellen Sargbestattung hat sich auch im ländlichen Bereich in den vergangenen Jahren deutlich gewandelt. So ist auch für die Hansestadt Wipperfürth der Trend hin zu kleineren und kostengünstigeren Bestattungsformen zu beobachten. Die Kostenvorteile einer Urnenbestattung, insbesondere im Hinblick auf kürzere Grabnutzungszeiten und die Minimierung der Grabpflege, verstärken diese Entwicklung. So zeigt die Statistik, dass sich die Zahl der Urnenbestattungen auf den städtischen Friedhöfen in den vergangenen 10 Jahren verdoppelt hat. Im Friedhofskonzept sollen auch unkonventionelle Möglichkeiten der Bestattung Berücksichtigung finden, beispielsweise in einem Friedwald oder in einer Art Memoriam-Garten.

Der Stadtrat hat die Verwaltung beauftragt, das geforderte Gutachten bis Ende 2019 vorzulegen.

Es handelt sich um einen äußerst vielschichtigen Sachverhalt, dessen Erarbeitung einen hohen Arbeitsaufwand erfordert und auch aufgrund der Komplexität mit eigenem Personal nicht durchführbar ist. Aufgrund dessen wurde eine Vergabe an ein Fachbüro als dringend erforderlich angesehen. Es ist mit einer Bearbeitungszeit von 6 – 9 Monaten zu rechnen.

Dem Bauausschuss wurde bereits am 17.03.2016 vorgeschlagen, den Auftrag zur Erarbeitung des Friedhofskonzeptes extern zu vergeben, da dies aufgrund des immensen Arbeitsaufwands mit eigenem Personal nicht zu bewerkstelligen ist - zumal die Friedhofsabteilung noch immer unterbesetzt ist. Wir verweisen hierbei auf den Sachstandsbericht im Bauausschuss vom 07.06.2018. Dem dringenden Anraten der Verwaltung folgte die Politik schließlich in der Ratssitzung am 18.12.2018.

Es ist davon auszugehen, dass Kosteneinsparungen durch Umnutzung einzelner Friedhofsareale erzielt werden können. Dies hätte wiederum positive Auswirkungen auf die Gebührenentwicklung.

Der Zeitplan im Überblick

Dezember 2018 Ex-ante Veröffentlichung
Januar 2019 Eröffnung und Durchführung eines Verhandlungsvergabeverfahrens
März 2019 Termin Angebotseröffnung
April 2019 Beschlussfassung im Bauausschuss, Präsentation der (maximal 3) Bewerber im Bauausschuss sowie anschließende Beratung und Beschlussfassung zur Auftragsvergabe
Ende April 2019 Auftragsvergabe
November 2019 Ausarbeitung des Friedhofkonzepts
05. Dezember 2019 Beschlussempfehlung im Bauausschuss, Ergebnisse zur Umsetzung mit Beschlussempfehlung an den Rat
10. Dezember 2019 Beschlussfassung im Rat, Neufassung der Friedhofs- und Friedhofsgebührensatzung

Die Friedhofsgebühren in Wipperfürth sind derzeit vergleichsweise hoch angesetzt. Das liegt zum einen an der relativ hohen Zahl der zu unterhaltenden Friedhöfe und zum anderen auch an der verhältnismäßig großen Gesamtfläche. Wipperfürth hat eine Gesamtfläche auf den Friedhöfen von rund 121.000 qm und beispielsweise Lindlar dagegen nur ungefähr die Hälfte davon (62.118 qm). Hinzu kommt noch, dass die einzelnen Friedhöfe mehrere Kilometer weit auseinander liegen, so dass sich der Pflegeaufwand schon allein durch die Anfahrten und den Transport des vor Ort benötigten Arbeitsmaterials vervielfacht. Die zügige Entwicklung eines Friedhofskonzeptes ist daher insgesamt sehr zu begrüßen. Oberstes Ziel muss es dabei sein, sowohl die Nutzungsberechtigten als auch den städtischen Haushalt finanziell zu entlasten.

Hier geht es zur Übersicht der Friedhofsgebühren im Kreisgebiet.

Der zugrunde liegende Beschluss des Stadtrates

Beschluss des Stadtrates in seiner Sitzung am 18.12.2018:

1. Die XVII. Änderungssatzung der Gebührensatzung für die Friedhöfe der Hansestadt Wipperfürth (Weststraße, Hindenburgstraße, Lüdenscheider Straße, Agathaberg, Egen, Klaswipper, Kreuzberg, Thier und Wipperfeld) sowie die dieser Satzung zugrunde liegende Gebührenkalkulation für das Haushaltsjahr 2019 werden in der beiliegenden Fassung zum 01.01.2019 beschlossen.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, noch in diesem Jahr das Ausschreibungsverfahren für die Erstellung eines Friedhofentwicklungskonzeptes in die Wege zu leiten, sodass die in der Begründung vorgelegte zeitliche Abfolge eingehalten werden kann. Für eine Vergabe der Leistungen sind finanzielle Mittel in Höhe von 45.000 € außerplanmäßig bereit zu stellen.

3. Eine Beschlussfassung des Friedhofentwicklungskonzeptes wird dem Rat in seiner Sitzung am 10.12.2019 vorgelegt. Der Arbeitskreis Friedhof und der Bauausschuss ist zu beteiligen.

Abstimmungsergebnis: einstimmig

Hier gelangen Sie zur ausführlichen Sitzungsvorlage.